Programm 2019

Hg. Butzko

„Echt jetzt“
Samstag · 23. Februar · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Es war einmal, im August 1997, da betrat HG. Butzko, damals noch ein junger, freischaffender Schauspieler (sprich: arbeitslos und ohne Engagement) zum ersten Mal in seinem Leben mit einem selbst geschriebenen Programm eine Bühne, um seiner jahrelang aufgestauten Leidenschaft fürs politische Kabarett ein Ventil zu bieten. Heute, rund 20 Jahren später, bietet dieses Jubiläum für HG. Butzko einen Anlass, mit seinem 10. Programm „echt jetzt“ ein Zwischenfazit zu ziehen, aber kein „best-of“ mit abgestandenen Nummern, sondern eine frische Bestandsaufnahme: Wo stehen wir heute? Wie sind wir da hin gekommen? Und so hangelt sich Butzko in seinem neuen Kabarettsolo vor allem an der Frage entlang, was sich in den letzten 20 Jahren geändert hat, und was nicht, welche Entwicklung zu begrüßen ist, und warum nur diese, und warum man alle anderen getrost in die Tonne kloppen kann.
Wie immer bietet auch „echt jetzt“ eine brüllend komische und bisweilen besinnliche Mischung aus schonungsloser Zeitanalyse, Infotainment, schnoddrigen Gags, Frontalunterricht und pointierter Nachdenklichkeit, mit der Butzko einen ganz eigenen, preisgekrönten Stil entwickelt hat, und dabei die großen Zusammenhänge so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ stattfinden.

Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: 16,- Euro
Abendkasse: 17,- Euro

VVK-Start:
12.12.2018

 

Uwe Steimle

„Heimatstunde“
Sonntag · 31. März · 19.00 Uhr · Aula Realschule

Der äußerst vielseitige Uwe Steimle (Kino-Held, mit eigener erfolgreicher TV-Sendung „Steimles Welt“ und ausgewiesener Bestseller-Autor) legt in seinem aktuellen Kabarett-Programm den Finger in zahlreiche westöstliche Wunden. Aus dem Osten kommt das Licht – und Uwe Steimle erklärt uns, warum. Er beschreibt sich gerne als den größten Kleinbürger. Mit seiner lakonischen Art und seiner feinen Ironie hat sich Uwe Steimle ein treues Publikum erobert. Nach seinem erfolgreichen Buch und Programm „Meine Oma, Marx und Jesus Christus” legt er nun mit „Heimatkunde” nach: „Jetzt, wo die Zukunft Wirklichkeit wird … haben wir in Wirklichkeit keine Zukunft mehr.“ Lassen wir uns zum zweiten Mal in Lüdinghausen gefangen nehmen vom Zauberer von Ost, der es wie kaum ein anderer schafft, scharfzüngig und zugleich charmant den Finger in die zahlreichen westöstlichen Wunden zu legen. Eine Interpretation der Welt nach 1989 – scharfzüngig und charmant, liebenswert und skurril, lakonisch und authentisch. Und getragen vom Bemühen, Brücken zu bauen.

Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 23,- Euro
Abendkasse: 24,- Euro

VVK-Start:
27.02.19

 

Pause & Alich

„Alles neu!“
Samstag · 11. Mai · 20.00 Uhr · Aula Realschule

 

Alles neu! Großartig. Ausmisten! Ja! Aber findet man danach noch alles wieder?! Verlieren wir nicht mit jedem Frühjahrsputz ein Stückchen Heimat, Sicherheit und Geborgenheit? Keine Angst, denn das neue Neu ist wie das alte Alt. Auch die große Koalition ist nicht neu, sie heißt nur neu: Groko! Das kriminelle Treiben der Banken wird weiterhin weltweit nicht verhindert! Neu ist nur, dass man offen dazu steht. Dummheit, Ignoranz und Habgier bleiben die Regenten, weltweit. Kolonialismus, Antisemitismus und Rassismus feiern weiterhin fröhliche Urstände in neuem Gewand! Norbert Alich und Rainer Pause alias Fritz & Hermann regen sich auf wie eh und je! Sie kämpfen, aufrecht und zum großen Vergnügen all jener, die zuschauen, nicht nur miteinander, sondern selbstverständlich auch für eine neue und vor allem bessere Welt!

Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: 23,- Euro
Abendkasse: 24,- Euro

VVK-Start:
3.4.2019

 

Kleinkunst-Quintett

Samstag · 29. Juni · ab 18.30 Uhr · WasserBurgenWelt

Das hat Lüdinghausen noch nicht gesehen: eine lange Kleinkunstnacht auf gleich fünf Bühnen. In den Burgen Vischering und Lüdinghausen, in der Aula des St. Antonius-Gymnasiums, in der evangelischen Kirche an der Burg sowie auf der Open-Air-Bühne in der StadtLandSchaft gibt´s Kleinkunst bis tief in die Nacht. Jeder Besucher erhält einen individuellen Ablaufplan, so dass jeder auch in den Genuss kommt, alle Künstler zu sehen und zu hören. Das wird reichlich musikalisch – aber nicht nur. Und zwischendurch kommen alle Besucher immer wieder in der StadtLandSchaft zusammen, um gemeinsam zu feiern und um dann weiterzuziehen. Das große Finale mit der Liedermacherin und Musikkabarettistin Fee Badenius, die mit ihrer Band schon bei der WDR5-Liederlounge die Herzen der Lüdinghauser eroberte, findet für alle dann auf der Burg Vischering statt.

 

Einlass: 17.30 Uhr
Beginn: 18.30 Uhr

Eintritt: 28,- Euro
Abendkasse: 29,- Euro

VVK-Start:
15.5.2019

 

 

Inka Meyer

„Der Teufel trägt Parka“
Freitag · 27. September · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Ein hochkomisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit

Die Botschaft der Mode- und Kosmetikbranche ist klar: „Frauen, ihr lauft aus, werdet alt, seid zu fett und habt zu viele Haare.” Um diesem Makel zu entgehen, klatschen sich schon Grundschülerinnen so viel Wimperntusche ins Gesicht, dass sie an der Schulbank sitzend vornüberkippen. Und der achtzigjährige Senior führt seine kanariengelbe Hippie-Jeans spazieren, dass man sich fragt: „Hat der Mann einen Schlag oder einen Anfall?“ Ist doch wahr. Vieles, was wir tragen, ist untragbar, erschreckt nur die Katze und regt die Nierenfunktion des Hundes an.

Das alles wird von den Modekonzernen gestickt eingefädelt, damit sich ihre Gucci-Taschen mit unserer Kohle füllen. Die Chemie in den Schuhen macht uns krank, durch die Ananas-Diät sind wir ungenießbar. Aber mit dem Weizengras-Smoothie in der Hand hetzen wir weiter jedem Beauty-Trend hinterher. Und am Ende sind wir schön. Schön blöd. Doch wenn wir an die neunjährige Näherin in Bangladesch denken, dann sollten wir eigentlich gar nicht mehr in den Spiegel schauen.

„Der Teufel trägt Parka” – das neue Kabarettprogramm von Inka Meyer: witzig, relevant und brillant recherchiert. Und dieses satirische Schmuckstück begeistert natürlich auch die Herren der Schöpfung. Denn für die Männer gilt genauso: „Schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten.“ Außerdem wird hier endlich Adams uralte Frage geklärt: „Was treibt diese Frau eigentlich so lange im Bad?”

Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: 16,- Euro
Abendkasse: 17,- Euro

VVK-Start:
14.08.2019

 

 

Jochen Malmsheimer

„Dogensuppe Herzogin - ein Austopf mit Einlage“
Donnerstag · 5. Dezember · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Machen wir uns doch nichts vor: Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je! Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun läßt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über ein entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen. Und dort im Freiland zeltet Jochen Malmsheimer (Gewinner des Deutschen Kabarettpreises 2018), bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime, in den Weg zu stellen. Denn wie schon Erasco von Rotterdam wußte: Wer oft genug an‘s Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.

Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: 18,- Euro
Abendkasse: 19,- Euro

VVK-Start:
2.10.2019

Programm 2010

 

Dieter Hildebrandt

„Kabarettistische Lesung mit neuem Programm“
Freitag · 10 September · 20.00 Uhr Aula der Realschule

Nach seinem famosen Auftritt mit seinem Buch „Nie wieder achtzig!“ kommt Dieter Hildebrandt ein weiteres Mal nach Lüdinghausen - mit einem neuen Buch im gepäck. Da es ihm so gut in Lüdinghausen gefallen hat, wird er mit der neuen Lektüre, deren Titel noch nicht feststeht, abermals eine kabarettistische Lesung halten. Dieter Hildebrandt ist ohne Zweifel der bekannteste Kabarettist Deutschland. Der Begründer der Münchener Lach- und Schießgesellschaft wurde im Fernsehen durch die „Notizen aus der Provinz“ sowie den „Scheibenwischer“ bekannt!

 

 

 

 

 

Simone Solga

„Bei Merkels unterm Sofa“
Freitag · 8. Oktober · 20.00 Uhr · Aula der Realschule

Sie ist eine der wenigen politischen Kabarettistinnen Deutschlands - und was für eine. Simone Solga ist nicht nur Dauergast bei allen großen Kabarettsendungen im TV - beispielsweise in der "ZDF-Anstalt". Sie ist auch bundesweit in allen angesagten Sälen unterwegs und weiß Intimes aus der Bundeshauptstadt zu berichten. "Bei Merkels unterm Sofa" heißt das aktuelle Programm der Kabarettistin, die am Freitag,

Wer sonst sollte die Mentalität der ostdeutschen Kanzlerin besser erklären können als Simone Solge. Die Leipzigerin und ausgebildete Schauspielerin arbeitete lange Jahre beim Ensemble der "Leipziger Pfeffermühle". Ab 1995 mischte sie in der legendären "Münchener Lach- und Schiessgesellschaft" mit. Seit 2000 ist sie allein unterwegs - unterbrochen von diversen Schauspiel-Engagements. "Bei Merkels unterm Sofa" ist bereits ihr viertes Soloprogramm.

"Wir freuen uns, mit Simone Solga mal wieder ein völlig neues Gesicht in Lüdinghausen präsentieren zu können", meint FKK-Vorsitzender Jan-Dirk Scholle, "ich bin gespannt, wie sie in Lüdinghausen ankommt."

 

Wilfried Schmickler

„Neues Programm“
Donnerstag · 2. Dezember · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Mit einem brandneuen Programm beschließt mit Wilfried Schmickler einer der pofiliertesten Kabarettisten Deutschlands das Jahr. Seine Wut reißt jeden mit - viele Fernsehzuschauer bereits seit vielen Jahren in den WDR-Mitternachtsspitzen und viele Besucher der Kabarettabendde auf allen Bühnen Deutschlands. Für seine messerscharfen Analyse der Politik und der Gesellchaft wurde Wilfried Schmickler schon mit zahlreichen Kabarettpreisen ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

Programm 2011

 

Die Bullemänner

„IKuh“
Mittwoch 12. und Donnerstag 13. Januar 2011
jeweils 20 Uhr · Aula Realschule

Der Vorverkauf für die Bullemänner findet ausschließlich bei "Schrot und Korn" statt. Das Leben quält uns jeden Tag mit neuen Fragen: Ist das schon der „Burn-out“ oder noch der Kater von gestern? Wie erziehe ich meinen Sohn, wie meinen Vater? -  Was tun? Erst mal googeln oder gleich ab auf den Jakobsweg? Die Bullemänner setzen in „i Kuh“ auf die komische Intelligenz der Westfalen: So wird der erste Schultag zur Einführung in erfolgreiches Pfuschen und die Beerdigung zum internationalen Stimmungslieder-Medley. „i Kuh“ animiert radelnde Ruhrgebietsrentner, das „AWO Maria“ zu singen und lässt einen verzweifelten Gott-Vater im Morgennebel auf einer Kuhwiese erkennen: „Ich bin nicht lustig.“ Das Epizentrum des westfälischen Humors liegt in Suchtdrup. Hier ist das Bier noch nicht alkoholfrei; und die Haut ist rosig und glatt - aber nicht von Botox, sondern vom Verzehr von Schweinefleisch. Wenn Augustin Upmann und Heinz Weißenberg das Leben wiederkäuen, kommt was Komisches dabei heraus - die unverwechselbare Mischung aus staubtrockenem Humor, grandiosem Stuss, philosophischem Blödsinn, sinnfreiem Ernst und ernstfreiem Sinn – kaltschnäuzig aber warmherzig. Dazu spielt die Tastenfachkraft Svetlana Svoroba Piano.

 

Tina Teubner

„Aus dem Tagebuch meines Mannes“
Freitag · 6. Mai 2011 · 20.00 Uhr · Kapitelsaal Burg Lüdinghausen

„Wenn ich nicht einschreite, dann muß ich befürchten, daß mein Mann nahtlos von der Pubertät in den Altersstarrsinn durchgleitet.“

Bei Tina Teubner muss man mit allem rechnen. Auch mit dem Schönen. Und mit der Wahrheit. Denn Tina Teubner wäre nicht so wahrhaftig, wenn sie nicht so unsachlich wäre. Und nicht so komisch, wenn sie nicht aus dem prallen Leben schöpfte. Sie ist ihm verfallen: dem Leben und – Pubertät hin, Altersstarrsinn her – sogar ihrem Mann. Virtuos, anrührend, parteiisch, mutig und politisch völlig inkorrekt: Tina Teubner ist wahrscheinlich die einzige Angela Merkel-Imitatorin, die besser Geige spielt als Michael Glos (womöglich sogar besser als Ursula von der Leyen).

 

 

 

 

Herbert Knebel

„Ich glaub‘ ich geh kaputt“
Donnerstag · 9. Juni 2011 · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Ruhm ist ja kein Zuckerschlecken. Schon gar nicht, wenn die Leute immer nur dasselbe in einem sehen: Den voll im Saft stehenden Mittfünfziger mit Designermütze und maßgeschneidertem Seniorensakko. Was aber hinterm Horngestell von Herbert Knebel vor sich geht, also zwischen den beiden Bügeln, das sieht man nicht – aber da ist der Teufel los.

Wenn Knebel nicht so blendend aussähe, hätten Millionen arglose Zuschauer das schon längst gemerkt. Und es ist der Grund, warum sie an seinen Lippen hängen, wie nun beim dritten, komplett neuen
Solo-Programm „Ich glaub, ich geh kaputt...!“.

 

 

 

2. Westfälische Kleinkunstnacht

Samstag · 9. Juli · ab 19.00 Uhr · Gut Forstmannshof

Nach der erfolgreichen Premiere 2009 gibt es auf Gut Forstmannshof die zweite Auflage der Westfälischen Kleinkunstnacht. Abermals präsentieren wir - unterstützt von der Westfalen-Initiative - die gesamte Bandbreite der Kleinkunst Westfalens auf dem gesamten Hofgelände. Auf der Bühne im Innenhof werden die beiden Kabarettisten Erwin Grosche und Lioba Albus stehen. Beide haben bereits in Lüdinghausen unter freiem Himmel begeistert - Erwin Grosche beim „Damenbegleitprogramm“ zur Fußball-WM 2006 und Lioba Albus bei der ersten Kleinkunstnacht. Als musikalischen Top-Act gibt es die „Blassportgruppe Südwest“ - eine vielfach preisgekrönte Combo, die mit ihrem Sound die scheinbar drögen Westfalen begeistern wird. Dazu gibt es noch jede Menge weiterer Kleinkünstler, die unter anderem in der Goldschmiede Wittstamm und im urigen Kellergewölbe auftreten. Westfälische Speisen und Getränke runden das Angebot ab.

 

 

Jürgen Becker

„Der Künstler ist anwesend“
Donnerstag · 29. September 2011 20.00 Uhr · Aula Realschule

Mit Jürgen Becker kommt abermals einer der bekanntesten und beliebtesten Kabarettisten
Deutschlands nach Lüdinghausen. Der Gast aus Köln präsentiert sein brandneues Programm „Der Künstler ist anwesend“. Besonders bekannt ist Jürgen Becker durch die
WDR-Mitternachtsspitzen, die er seit 1992 moderiert. In seinen Soloprogrammen nimmt er sich nicht nur regelmäßig seine Landsleute - die Rheinländer - vor. Er setzt sich auch humoristisch und tiefgründig immer wieder mit dem Thema Religion auseinander.
Wir sind gespannt, wie das neue Programm daherkommt.

 

 

 

 

Ulan & Bator

„Wirrklichkeit“
Freitag · 11. November · 20.00 Uhr · Aula der Realschule

Zwei Männer in Grau warten auf der Bühne wie das Publikum zunehmend ungeduldig auf den Beginn der Veranstaltung. Da machen die beiden eine Entdeckung: kurioserweise und auch für die Herren selbst nicht nachvollziehbar, finden sie in ihren Hosentaschen Mützen vor.Mützen, die die Träger zum Mittelpunkt eines für sämtliche Lachmuskeln gefährlichen,
insgesamt sehr skurrilen Abends machen. Spiegeln die beiden „das Publikum“? Oder sind sie Insassen einer Anstalt? Oder erleuchtete Clowns? Die Fragen bleiben offen in Ulan & Bators völlig neuer eigener Kunstform, die ohne doppelten Boden, Einspieler und Tricks auskommt. Gänzlich ohne roten Faden wird das Publikum mit durch das irrwitzige Programm genommen, das sich jeden Abend anders präsentiert und neu findet wie beim Jazz. Wenn es einen humoristischen Beleg für Paralleluniversen gibt, dann in Ulan & Bators „Wirrklichkeit“.

 

 

 

Programm 2012

 

Storno

„Storno 2011“
Donnerstag · 26. Januar · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Jahresabschluss – Jahresbeginn: Für viele Kabarettfreunde im Münsterland gehört „Storno – die Abrechnung“ von Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther inzwischen zum Pflichtprogramm. Erstmals gastiert das Trio auch in Lüdinghausen. Schon die bisherigen Geschehnisse des Jahres haben Storno gründlich zu neuer Schlagkraft verholfen. Das Liszt-Jahr 2011 zeigt sich unberechenbar. Einerseits kaum beherrschbare Zerfallsprozesse in Fukushima und FDP, andererseits Wutbürger von Ägypten bis Baden-Württemberg, die Diktatoren stürzen. Auch die brisanten finanzpolitischen Ereignisse werden bei Storno 2011 eine Rolle spielen. Während Angie Euren nach Athen trägt, flüchtet sich das Volk in Sachwerte und hamstert Glühbirnen. Seit Jahresbeginn bereitet sich das Trio akribisch auf die inzwischen siebente Auflage des beliebten Projektes vor. An kabarettistischen Steilvorlagen herrscht wahrlich kein Mange.

 

 

 

Werner Schneyder

„Ich bin konservativ“
Freitag · 9. März · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Eigentlich wollte Werner Schneyder, der sich selbst als Kabarentner bezeichnet hat, nach seiner 13jährigen Kabarettpause sein Programm „Ich bin konservativ“ am 12. November .2009 nur einmal im Burgtheater spielen. Aber der große Erfolg im ausverkauften Haus, die euphorischen Resonanzen und die große Publikumsnachfrage haben Werner Schneyder zu vielen Wiederholungen gezwungen. Beim Zusammenstellen des Programms mit seinen besten Szenen, Soli und Chansons überkam ihn der zwingende Ehrgeiz zu aktualisieren, zu ergänzen, die klassischen Texte in Relation zur Gegenwart zu setzen. Es entstand das von Christoph Pauli am Flügel begleitete Programm „Ich bin konservativ“, das von Publikum und Presse gleichermaßen enthusiastisch aufgenommen wurde. In diesem Jahr erfuhr Werner Schneyder auch die größte Würdigung seiner Karriere, den „Stern der Satire“ des „Deutschen Kabarettarchivs“. Der Programmtitel mit der zunächst verwunderlichen Behauptung „konservativ“ zu sein, erklärt sich rasch durch des Kabarettisten etwas andere Definition des Begriffs.

 

 

Mathias Tretter

„Matthias Tretter möchte nicht dein Freund sein“
Donnerstag · 26. April · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Politisches Kabarett ist von gestern? Das Gegenteil beweist Matthias Tretter. 1972 in Würzburg geboren, seit 2007 zu Hause in Leipzig: der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises ist politisch stets auf der Höhe. Er gehört zur der schnellen Truppe. Solche wie Tretter, die nicht dem allfälligen Comedy-Genre anhängen, machen richtiges, politisches Kabarett. Im Frankfurter Stalburg Theater hat Tretter 2004 angefangen, mit „Nachgetrettert!“ einen satirischen Monatsrückblick zu geben, mittlerweile hat er, von all den jungen Kleinkünstlern, die das Stalburg Theater ganz besonders pflegt, wohl die steilste Karriere gemacht, tourt mit seinen Programmen und legt nach „Nachgetrettert!“ mittlerweile im Hessischen Rundfunk jeden Sonntag einen Wochenrückblick hin. Für so rasches Reagieren braucht es eine große Begabung und ordentlich Esprit.

 

 

 

Herbert Knebel & Affentheater

„Der Letzte macht dat Licht aus“
Samstag · 25. August · 20.00 Uhr · RVM-Halle  Rudolf-Diesel-Straße 8

Dat darf doch wohl nich wahr sein! Schon wieder en neues Knebel-Programm, schon dat 13.! Nach all die langen Jahre erstmals mit Affentheater in Lüdinghausen! Wie kann einem nur so viel einfallen?! Aber zum Glück fällt Knebel mit seinem Affentheater ja immer noch wat ein! Zum Beispiel der Titel „Der Letzte macht dat Licht aus“. Mein Gott, wat fürn Titel! Da hat man sofort dat Gefühl, den kenn ich doch! Und dat macht eben en guten Titel aus! So wie „Doktor Schiwago“, „Vom Winde verweht“ oder „Denn sie wissen nich, wat sie tun“. Übrigens auch kein schlechter Programmtitel für ein Programm! Aber den konnte Knebel nich nehmen, weil er dat Gefühl hatte, den gibt et schon. Inhaltlich geht et übrigens dadrum, wat ein Titel nich besser auszudrücken vermag! Ja dann viel Spass!

 

 

 

 

Uta Köbernick

„Sonnenscheinwelt“
Freitag · 5. Oktober · 20.00 Uhr · Burg Vischering

Uta Köbernick schreibt sich für ihr erstes Soloprogramm die Texte selber auf den Leib, vertont sie, wenn es sich aufdrängt, setzt sie dann rezitierend, lesend und singend in Szene und begleitet sich dabei auf der Gitarre, dem Klavier und der Geige. Virtuos jongliert sie mit Sprache, Ironie und Musik. Worthülsen fliegen auf und landen an völlig unerwarteten Orten. Wer Uta Köbernick schon einmal beim Open Air auf Burg Lüdinghausen erleben durfte: Die Sonnenscheinwelt entwickelt sich stetig weiter und ist nicht wieder zu erkennen. Und kein Ort könnte für die Kabarettistin aus Zürich schöner sein, als der neue Veranstaltungssaal auf der Burg Vischering.

 

 

 

 

 

Vince Ebert

„Freiheit ist alles“
Freitag · 16. November · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Wir Deutschen sind so frei wie nie zuvor, aber was wir aus dieser Freiheit machen, ist unfreiwillig komisch. Wir haben die Demokratie erkämpft, aber bei der Europawahl stimmen genauso wenig Bundesbürger ab wie beim Finale von Big Brother (vielleicht weil die Kandidaten ähnlich charismatisch sind). Wir haben Pressefreiheit und erfinden mit Facebook und StudiVZ eine Stasi auf freiwilliger Basis. Und trotz Religionsfreiheit diskriminieren wir unschuldige Raucher und pferchen sie in aufgemalte Quadrate. Nach seinem Erfolgsprogramm Denken lohnt sich begibt sich der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert auf die Suche nach der Freiheit.

 

 

 

 

 

 

Programm 2013

 

Uwe Steimle

„Authentisch – Ein Stück weit“
Freitag · 1. Februar · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Dieses Gesicht kennt jeder Krimifreund. Uwe Steimle war Hauptkommissar Jens Hinrichs im Polizeiruf 110. Doch der Dresdener ist nicht nur ein toller Schauspieler, er ist auch ein begnadetes Kabarettist – und hoch dekoriert. So gewann er mit dem „Salzburger Stier“ bereits einen der renommiertesten Kabarettpreise im deutschsprachigen Raum. Uwe Steimle kommt aus dem Osten – und er macht in seinem Programm aus seiner Heimat keinen Hehl. Doch von jeglicher Ostalgie ist er weit entfernt. Furioses politisches Kabarett – mit viel Herzblut: Das präsentiert Uwe Steimle bei seinem ersten Gastspiel in Lüdinghausen.

 

 

 

 

 

Erstes Deutsches Zwangsensemble

„Die letzte Tour“
Donnerstag · 14. März · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Die Zeit der Bescheidenheit ist vorbei. Das Erste Deutsche Zwangsensemble – Claus von Wagner, Philipp Weber und Mathias Tretter, zusammen Träger von 37 Kleinkunst-Preisen, kommt erstmals nach Lüdinghausen, nachdem mit Matthias Tretter – ein Mitglied des Trios – im letzten Jahr schon abgeräumt hat. In Internetforen diskutierten Fans monatelang die bangen Fragen: Wird es wieder Bombendrohungen von Islamisten geben? Wer ist diesmal der Schwule? Und: Ist den drei blutjungen Aufsteigern der Ruhm zu Kopfe gestiegen? Die Antwort ist: Ja. War es ihnen im ersten Programm noch genug, die deutsche Identität zu besudeln, muss jetzt „der Weltseele ein Auge ausgeschlagen werden“, so ein Pressesprecher des Ensembles. „Die letzte Tour“ führt das Kabarett an Orte, an denen Sie es noch nie gesehen haben.

 

 

 

 

Mathias Richling

„Richling-Code“
Donnerstag · 11. April · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Was steckt hinter dem „Richling-Code“? Die neue Richling-Show über den Missbrauch in Deutschland ist ebenso zukunftsweisend wie vergangenheitsbewältigend: unser reales Leben und sein virtuelles, vielfach verschlüsseltes Abbild. das sich aus vielen Daten-Pixel zusammensetzt, sind ebenso Thema des brandaktuellen neuesten Programms wie Gentechnik, Umwelt-Desaster, Bankenkrise und natürlich das gesamte Führungs-Personal des Deutschland-Konzerns. Niemand aus Politik und Show bleibt verschont. Sie sollten nicht versäumen, die Qualität der neuen Richling-Parodien (von Angela Merkel über Winfried Kretschmann bis Helmut Schmidt) live zu überprüfen.

 

 

 

 

Open Air mit Rainald Grebe auf Burg Vischering

 „Freunde der Kleinkunst“ und Kreis Coesfeld

Samstag · 20. Juli 2013 · 20.00 Uhr
„Das Rainald Grebe Konzert“

Lüdinghausen. Die riesige Waldbühne in Berlin füllt er locker. Und auch alle anderen Veranstalter in den deutschen Großstädten melden stets  „Ausverkauft“. Rainald Grebe ist ohne Zweifel in ganz Deutschland mehr als angesagt. Und entsprechend ist er bei allen Veranstaltern schwer begehrt – nicht erst, seitdem er 2012 den „Deutschen Kabarettpreis“ erhielt.  Entsprechend freuen sich die Mitstreiter der Kulturinitiative „Freunde der Kleinkunst“ (FKK), dass es ihnen gelungen ist, gemeinsam mit dem Kreis Coesfeld Rainald Grebe für ein Gastspiel in Lüdinghausen zu gewinnen. Auf Burg Vischering steigt zum Beginn der Sommerferien  am 20. Juli 2013 unter freiem Himmel „Das Rainald Grebe Konzert“. Karten zum Preis von 25 Euro sind ab sofort im Lüdinghauser Bioladen „Schrot+Korn“  (an der St. Felizitaskirche), auf Burg Vischering und über die Internetseite www.freunde-der-kleinkunst.de erhältlich. Da die Veranstalter mit einer sehr großen Nachfrage rechnen, das Platzkontingent aber im Vorhof der Burg begrenzt ist, „empfehlen wir eine schnelle Entscheidung“, so FKK-Vorsitzender Jan-Dirk Scholle. Spannend, was Rainald Grebe  selber zu seinem Programm schreibt: „Ich bin in letzter Zeit sehr berühmt geworden. Ich hab die Waldbühne gerockt, ich bin mit einem Orchester durch die großen Hallen dieser Republik getourt. Alles wurde immer fetter, ich auch. Jetzt bin ich wieder solo. Ganz allein mit mir. Abspecken. Runterkommen, also zu mir. An manchen Tagen hab ich 10 Interviews gegeben, die meisten Fragen haben sich die Redakteure aus Wikipedia rausgeschrieben. Da steht drin, wer ich bin. Und nach dem 30. Interview glaub ich das sogar selbst. Ich könnte jemanden anstellen, der für mich die Fragen beantwortet, auffallen würde es nicht. Jetzt also zurück auf Anfang. Wer bin ich? Ich habe in alten Familienalben geblättert, Ahnenforschung betrieben bis ins 18. Jahrhundert. Wer bin ich, woher komme ich, was macht mich aus? Ich hab meine Zwiebel geschält, bis zum Kern. Ich will mein Leben singen, der Versuch ist es wert.”

 

Club der polnischen Versager

„Club der polnischen Versager“
Samstag · 21 September · 20.00 Uhr · Burg Vischering

„Freunde der Kleinkunst" verändern Programm / Kooperation mit deutsch-polnischer Gesellschaft

Das haben die„Freunde der Kleinkunst" (FKK) in ihrer knapp zehnjährigen Geschichte noch nicht erlebt. Kurzerhand musste die Lüdinghauser Kulturinitiative ihr Jahresprogramm 2013 umstricken. Denn die ursprünglich verpflichtete Christine Prayon, die am 21. September auftreten sollte, hat ihr Gastspiel abgesagt, weil sie in genau diesen Tagen ein Kind erwartet. Da allerdings dieser Auftritt im XL-Kabarettabo enthalten ist, bemühten sich die FKK´ler kurzfristig um einen Ersatz - und waren mehr als erfolgreich. Die "Polnischen Versager" kommen am Samstag, 21. September nach Lüdinghausen. Dahinter verbergen sich Adam Gusowski und Piotr Mordel, die vor zwölf Jahren den "Club der polnichen Versager" in Berlin-Mitte eröffnet haben und in ganz Deutschland mit ihrem gleichnamigen im Rowolt-Verlag erschienenen Buch seit Ende des vergangenen Jahres für Furore gesorgt haben. Dort beschreiben sie auf eine wunderbar ironisch-lakonische Art die Irrungen und Wirrungen, die sie als gebürtige Polen in Deutschland erlebt haben und karikieren dabei meisterhaft das deutsch-polnische Verhältnis. In Lüdinghausen wird das Duo eine kabarettistische Lesung präsentieren - "und wir sind sehr gespannt darauf", sagt FKK-Vorsitzender Jan-Dirk Scholle. Besonders froh sind die Kleinkunstfreunde, dass sie mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen und dem Kreis Coesfeld als Hausherr der Burg Vischering zwei Kooperationpartner für den Abend gefunden haben. 

 

Michael Hatzius

„Die Echse und Freunde – das volle Programm“
Samstag · 19. Oktober · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Die Echse ist ein Urgestein der internationalen Kulturlandschaft und war von Anfang an dabei. Weit mehr als 2000 Jahre alt, gründete sie einst gemeinsam mit Aristoteles das erste Theater der Welt, hat aber schon lange davor durch eigenhändige Zellteilung der Evolution auf die Sprünge geholfen. Wenn der Berliner Puppenspieler Michael Hatzius, u.a. in seiner Rolle als zwiespältiger Brandschutzbeauftragter „Jens Schirner“, moderierend durch die gut zweistündige Soloshow führt, hat er jedoch nicht nur das Urzeitreptil im Gepäck. Auch ein Huhn, zwei Spinnen sowie viele weitere Gesellen wollen ans Licht - und drohen zu scheitern. Wohin der Abend führt? Man wird es erleben. Denn die lustvolle Interaktion mit dem Publikum, die Einladung zum gemeinsamen Erlebnis jenseits aller Standards, die Wachheit für die Geschehnisse und Energien des Moments ist das Zentrum der Spielweise von Michael Hatzius.

 

 

 

Pause & Alich

„Das Weihnachtsspezial“
Samstag · 30. November · 20.00 Uhr · Aula Realschule

Wer könnte besser das Kabarett-Jahr 2013 beenden und die Adventszeit einläuten wie Rainer Pause und Norbert Alich. Zum dritten Mal gastieren die schrägen Kabarettisten aus Bonn in Lüdinghausen und geben erstmals ihr Weihnachtsprogram zum Besten. Als Fritz (Litzmann) + Hermann (Schwaderlappen) macht das durch und durch rheinische Duo seit mehr als zwei Jahrzehnten viele Kabarettbühnen unsicher. Ihr anarchischer und schräger Humor macht einfach Spaß. Die beiden Begründer des Pantheon-Theaters, der wohl renommiertesten Kabarettbühne Deutschlands, werden wieder mit Sicherheit abräumen – nicht nur den Weihnachtsbaum.